Wie wird die Kühlkette am Hafen gewahrt?

| Keine Kommentare

Viele Dinge aus unserem Alltag müssen, damit sie qualitativ hochwertig bleiben, gekühlt werden, so zum Beispiel Lebensmittel oder pharmazeutische Produkte. Ist die Kühlkette jedoch unterbrochen, kann es zu Infektionen oder Qualitätsverlust kommen. Lebensmittel, die gekühlt oder tiefgefroren sind, wie beispielsweise frischer Fisch, Fleisch, Eis oder Obst und Gemüse, müssen vom Erzeugerland aus entsprechend transportiert werden. Der Hamburger Hafen ist einer der wichtigsten Häfen, wenn es um über See transportierte Kühlgüter geht. Solche Kühlladungen stellen besondere Anforderungen an die Logistikkette. Wie dies im Hamburger Hafen gewahrt wird, schildern wir nachfolgend.

Die Bedeutung des Hamburger Hafens als Lager und Zwischenlager für Kühlgüter

Angefangen von der Ernte oder Herstellung bis zur Lieferung zum Verbraucher werden an die Kühlkette höchste Ansprüche gestellt. Dem Hamburger Hafen kommt dabei als Zwischenlager oder als Umschlagslager eine besondere Bedeutung zu. Es ist eine qualifizierte Handhabung erforderlich, da die Kühlgüter ansonsten beim Transport oder Umschlag Schäden und Qualitätseinbußen erleiden können. Ein Kühltransport ist ein Spezialtransport, der an die Seefracht besondere Anforderungen stellt, insbesondere im Hinblick auf die Einhaltung der Kühlkette, aber auch auf die Hygiene. Leicht Verderbliches, wie beispielsweise Gemüse, Obst, Fleisch- und Wurstwaren, stellen nicht nur für die Logistik eine Herausforderung dar. Dasselbe gilt auch für sensible und wertvolle Blumen, chemische oder pharmazeutische Produkte, die ebenfalls eine temperaturgeführte Logistik benötigen. Hinzu kommt, dass gesetzliche Anforderungen eingehalten werden müssen, wie zum Beispiel Gesetze aus der Lebensmittelverordnung.

Auch bei der Stapelung und Sicherung der Ladung sind Auflagen vorhanden, die zu beachten sind. Des Weiteren sind Termine unbedingt einzuhalten, um einen Qualitätsverlust zu vermeiden. Während der Seefracht müssen die Güter temperaturgerecht auf dem Frachter aufbewahrt werden, die Aufbewahrung ist abhängig vom jeweiligen Gut und liegt zwischen -18° und +25°. Hierfür gibt es spezielle Systeme, die die Kühldaten überwachen und die Laderaumtemperatur auf dem Transport messen und dokumentieren. Bereits während des Transports muss der Container daher entsprechend gekühlt sein. Manchmal ist jedoch keine Stromquelle vorhanden – in solch einem Fall bietet Braun-Container entsprechende Aggregate zur Miete und zum Kauf an. Mehr Infos zu GenSets auf Braun-Container.de.

Gekühlte Containerfracht im Hamburger Hafen

Der Hamburger Hafen arbeitet mit einigen Unternehmen zusammen, die als Dienstleistung Projekt-Logistik und unter anderem entsprechende Kühlhäuser anbieten. Im sogenannten Fruchtterminal in Hamburg wird untergebracht, was gekühlt werden muss: Ananas, Zitrusfrüchte, Bananen, Kartoffeln und Äpfel. Aber auch Fisch, Fleisch und Pharmaprodukte müssen gekühlt gelagert und umgeschlagen werden.

Während vor einiger Zeit vor allem Obst noch ganz konventionell als Massenstückgut mit speziellen Kühlschiffen nach Hamburg kam, mit den sogenannten pneumatischen Elevator entladen und danach im Schuppen palettiert und später für den Lkw Transport versandfertig gemacht wurde, werden inzwischen die Früchte bereits auf Paletten im Kühlschiff eingelagert und dann später per Kran und Lastkorb aus dem Schiff gehoben. Übrigens legen solche Containerschiffe inzwischen nicht nur an einem einzigen Hafen an, sondern sie laufen auch andere Häfen, wie beispielsweise Antwerpen und Rotterdam, an und laden aus und ein. Nachdem die Fracht entladen und im Lager aufgenommen wurde, können Kunden ihre Ware abrufen, worauf diese dann zu einer Verladehalle gebracht wird, um in einem entsprechenden Kühl-Lkw umgelagert werden. Außerdem gibt es am Hamburger Hafen spezialisierte Dienstleister, die auch Qualitätskontrollen anbieten oder als Gutachter für Behörden tätig sind.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.